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BSA Bern, Architektur verstehen, , Maren Jana Scheibner

„Warum nicht?“

„Warum nicht?“
Team von Roberto Burle Marx - Sitio

Roberto Burle Marx (1909-1994): „Warum nicht?“

Roberto Burle Marx und seine beeindruckenden Gärten und Platzgestaltungen sind weltberühmt und dienen auch heute als Referenz für Landschaftsarchitekten, Architekten und Künstler. Die Vielfalt und Fülle seines Werkes beeindruckt und stellt Fragen: Wie gelang es ihm, mehr als 2000 Gärten zu entwerfen, eine der grössten lebendigen tropischen und semitropischen Pflanzensammlungen der Welt mit 3500 verschiedenen Arten zu schaffen, auf zahlreichen Expeditionen im Regenwald neue Pflanzen zu entdecken, die heute seinen Namen tragen, sich nebenbei noch der Malerei, Skulptur, dem Teppich-und Schmuckentwurf und der Musik zu widmen und als Umweltschützer und ökologischer Aktivist intensiv für den Erhalt des Regenwaldes einzusetzen?

Für unsere Nachforschungen haben wir uns vor allem auf 5 Publikationen über ihn basiert: Pietro Maria Bardi, Die tropischen Gärten von Burle Marx, 1964; Flávio Motta, Roberto Burle Marx e a nova visão da paisgem, 1983; Rossana Vaccaro, Roberto Burle Marx Landscapes Reflected, 2000, Jens Hoffmann und Claudia J. Nahson, Roberto Burle Marx – Brazilian Modernist, 2016; Gareth Doherty, Roberto Burle Marx Lectures – Landscape as Art and Urbanism, 2018. Ausserdem führten wir ein Interview mit dem Landschaftsarchitekten Günther Vogt und konsultierten Originalaufnahmen in portugisiescher Sprache (Internet) mit Interviews von Burle Marx oder seinen Mitarbeitern. Diese halfen uns der Persönlichkeit von Burle Marx anzunähern.

Besonderheit
Die oben genannten Autoren haben ausgiebig das Leben und Werk von Burle Marx beschrieben. Vor allem das Buch von Gareth Doherty in englischer Sprache vermittelt ein sehr umfassendes und prägnantes Bild und enthält dazu die wichtigsten Vorträge von Burle Marx.
Bei der Auseinandersetzung mit der Literatur über Burle Marx hat uns persönlich vor allem die Tatsache beeindruckt, dass er mehr als andere Künstler, Architekten oder Landschaftsarchitekten seinen Werdegang Menschen zu verdanken hat, die seine Talente wahrnahmen, ihn förderten, intellektuell stimulierten und ihm halfen, seine Ideen zu konkretisieren. Neben seinen Eltern, den Architekten Lucio Costa und Le Corbusier haben Persönlichkeiten verschiedenster Gebiete mit gleichem Interesse für Pflanzen und Kunst die Karriere von Burle Marx beeinflusst: unter ihnen seine Kunstprofessoren Candido Portinari und Leo Putz, der Botaniker Henrique Lahmeyer de Mello Barreto, die Künstlerin und Umweltschützerin Margaret Mee, der Arzt und Kunsthistoriker Clarival do Prado Valladares, der Arzt und Botaniker Luiz Emygdio de Mello Filho, die Anthropologin und Kunstkritikerin Lélia Coelho Frota. Die meisten von ihnen waren nicht nur Kollegen sondern auch lebenslange Freunde. Burle Marx pflegte mit ihnen einen intensiven intellektuellen Austausch. Diese ‚Meister‘ gaben ihr Wissen an Burle Marx weiter, was dieser absorbierte und in seinem eigenen Werk integrierte. Über manche dieser Einflüsse äussert sich Burle Marx offen, andere hingegen blieben im Dunkeln.

Familie
Die wichtigsten Einflüsse kamen in früheren Jahren von seinen Eltern, welche die künstlerischen Talente ihres Sohnes intensiv förderten. Er bekam von seiner Mutter, einer Musikerin, Piano und Gesangsunterricht. Der Vater förderte seine Mal- und Zeichentalente und nahm Robertos Liebe zu Pflanzen wahr. Er abonnierte ihn schon früh die deutschsprachige Gartenzeitschrift „Gartenschönheit“ die Burle Marx später als wichtige Inspirationsquelle bezeichnete. Es war seine Mutter und eine Haushälterin, die er als seine zweite Mutter bezeichnete, die ihm die Liebe zu Blumen und zum Gärtnern weitergaben. Schon in seiner Kindheit züchtete er selbstständig Pflanzen. Diese vielfältigen Interessen machten es ihm vielleicht schwer, eine Entscheidung für seinen späteren Beruf zu treffen. Als er mit 19 Jahren, von 1928 - 1929, mit seiner ganzen Familie für anderthalb Jahre nach Berlin zog, schwankte er noch zwischen einem Musikstudium und einem Kunststudium. Der Grund für diesen Aufenthalt waren die Augenprobleme von Burle Marx, für die sein Vater die beste medizinische Behandlung wollte. Gleichzeitig gewährte er der gesamten Familie (Eltern und 6 Kinder) eine Immersion in das reiche kulturelle Leben Berlins: sie besuchten in dieser Zeit mehr als 100 Opern, zahlreiche Kunstaustellungen; Roberto bekam Gesangsunterricht an der Staatsoper und dazu Mal- und Zeichenunterricht an einer privaten Kunstschule. Zwei Ereignisse in Berlin waren ausschlaggebend für seine weitere Entwicklung. Bei regelmässigen Besuchen im botanischen Garten Berlin Dahlem entdeckte er die Vielfalt und Schönheit der brasilianischen Flora, die er bei seinen späteren Gartengestaltungen - anstatt der üblichen europäischen Rosen, Dahlien oder Nelken, die zu dieser Zeit in Brasilien Mode waren - verwenden wird. Die zweite prägende Begebenheit war der Besuch einer van Gogh Ausstellung, die bei Burle Marx einen so tiefen Eindruck hinterliess, dass er entschied, später Malerei zu studieren.

Lucio Costa
Nach seiner Rückkehr aus Berlin im Jahr 1929 war es der Architekt und Urbanist Lucio Costa, Nachbar, Lehrer, Kollege und Freund von Burle Marx, der zu seinem wichtigsten Förderer wurde. Burle Marx hatte sich letztendlich für ein Architekturstudium an der nationalen Kunstschule von Rio de Janeiro eingeschrieben, wechselte aber auf Anraten von Lucio Costa nach einem Jahr zur Malerei. Es war auch Lucio Costa, der Burle Marx im Jahr 1932 seinen ersten Auftrag für eine Gartengestaltung verschaffte, nachdem er dessen Talent bei einem Besuch des Gartens der Familie Burle Marx, den Roberto angelegt hatte, erkannt hatte. Der vielleicht wichtigste Moment für die Karriere von Burle Marx als Landschaftsarchitekt war die Einladung Costas 1936 für die Teilnahme am Projekt des Ministeriums für Bildung und Gesundheit in Rio de Janeiro. Burle Marx wirkte hier als Künstler (er war Assistent von Portinaris für Wandgemälde) und als Landschaftsarchitekt. Sein berühmter Dachgarten definiert die formalen Aspekte seiner späteren Realisierungen: freie unregelmässige Kurven und die Verwendung einheimischer Pflanzen. Dank Costas kam Burle Marx bei diesem Projekt nicht nur mit den besten Architekten Brasiliens (Oscar Niemeyer und Affonso Reidy) in Kontakt, mit denen er später immer wieder kollaborierte, sondern auch mit Le Corbusier. Auch wenn die nachfolgenden Ausführungen eine Hypothese bleiben, da Burle Marx nie darüber gesprochen oder geschrieben hat und die Literatur fast keine  Informationen liefert, finden wir es lohnenswert den Einfluss von Le Corbusier auf Burle Marx anzuleuchten.

Le Corbusier
Le Corbusier weilte drei Mal in Brasilien. 1929 besuchte er mehrere Länder Südamerikas:  nach Buenos Aires, wo er für eine Reihe von Vorlesungen eingeladen war, weilte er einen Monat in Rio de Janeiro. Während dieses Aufenthaltes, der mit Burle Marx Rückkehr aus Berlin zusammentrifft, hielt Le Corbusier einen öffentlichen Vortrag. Es ist uns nicht bekannt, ob sich beide bei dieser Gelegenheit begegnet sind. Aber es ist anzunehmen, dass die revolutionären Ideen von Le Corbusier unter den Architekten und Künstlern zirkulierten.  Diese waren in Brasilien schon seit Beginn der 1920er Jahre durch das Erscheinen der Zeitschrift L’Esprit Nouveau und der Veröffentlichung von Vers une Architecture verbreitet. Le Corbusier hinterliess bei seinem ersten Besuch einen tiefen Eindruck auf Lucio Costa. Dieser wurde 1930 Direktor der Nationalen Kunst-und Architekturschule und es ist sehr wahrscheinlich, dass er das Gedankengut von Le Corbusier unter seinen Studenten aktiv verbreitet hat. Dazu kommt, dass Lucio Costa die ersten siebzehn Jahre seines Lebens in Frankreich als Diplomatensohn verbrachte und eine profunde Kenntnis der französischen Sprache und Kultur hatte.
Auf Anraten Costas lud der damalige Minister für Bildung und Gesundheit Le Corbusier  1936 (sein zweiter Aufenthalt) offiziell als Berater für das Projekt seines Ministeriums ein. Le Corbusier fand in Lucio Costa einen intellektuellen Partner für seine Idee von der Synthese der Künste (seit 1935 sprach Le Corbusier von ‚Synthèse des Arts‘). Das Ministerium für Bildung und Gesundheit war das erste Projekt in Brasilien, wo diese Synthese mit der Beteiligung Lucio Costas und seinem Team (unter anderem mit Oscar Niemeyer und Affonso Reidy), des bekannten brasilianischen Künstlers Candido Portinari, des französischen Künstlers Jacques Lipchitz und Burle Marx als Landschaftsarchitekt für die Dachgärten und die Aussenflächen verwirklicht wurde.
Im Gegensatz zu den brasilianischen Architekten, die die 5 Punkte einer neuen Architektur von Le Corbusier mit diesem Bau euphorisch konkretisierten, übernahm Burle Marx die der Kunst und Architektur zu Grunde liegenden künstlerischen Prinzipien von Le Corbusier.
In ihrem Buch The Gardens of Burle Marx berichtet Sima Eliovson dass Burle Marx sehr gern Le Corbusier zitierte und dessen Idee adoptierte, sich mit „objets à réaction poétique“ zu umgeben.
Das Anwesen von Burle Marx in Sítio, 50km ausserhalb von Rio de Janeiro gelegen, glich einem Museum. An diesem Ort befindet sich nicht nur eine der grössten Pflanzensammlungen der Welt, in der Burle Marx ungefähr 3500 Arten des brasilianischen Urwaldes erhalten hat, hier sammelte Burle Marx neben Pflanzen auch alte und neue brasilianische Kunst, Alltagsobjekte und historische architektonische Elemente. Die Tür einer abgerissenen Kirche bewahrte er vor dem Verschwinden und setzte sie bei der Renovierung seines Hauses ein. Er recycelte Abbruchsteine für seine Gartenwände oder verwendete eine historische Fassade Rios wieder, die zuerst als Ruine in seinem Garten stand und später Fassade seines neuen Ateliers wurde. In Sítio wurde Le Corbusier 1962 bei seinem dritten Besuch in Brasilien von Burle Marx empfangen.
Es waren bestimmt nicht nur die kurzen persönlichen Zusammenkünfte 1936 und 1962 die ausreichten, dass Burle Marx die Ideen von Le Corbusier integrieren konnte. Wir nehmen an, dass Burle Marx die Schriften von Le Corbusier kannte und davon inspiriert wurde. Beide verbanden aber nicht nur gemeinsame künstlerische Prinzipien, sondern eine gewisse Art und Weise in der Welt zu sein und diese wahrzunehmen.
Sie haben ihren Beruf ohne offizielles Diplom ausgeübt. Wie Le Corbusier nie wirklich Architektur studierte, hat Burle Marx nie ein Landschaftsarchitekturstudium abgelegt. Auch sein Kunststudium hat er nie abgeschlossen, zu sehr beschäftigt mit anderen Projekten: er arbeitet parallel zum Studium als Direktor der Parks von Recife. Beide lernten mehr durch konkrete Erfahrungen als in einer Akademie.
Wie Le Corbusier widmete sich Burle Marx täglich der Malerei, der Skulptur und anderen Kunstformen: sie suchten kontinuierlich nach der Synthese der Künste und nach den Geheimnissen der Form. Die Malerei diente ihnen als Experimentierfeld um Unbekanntes zu entdecken: "Je n'ai cessé de peindre depuis, tous les jours, arrachant où je pouvais les trouver, les secrets de la forme, développant l'esprit d'invention, au même titre que l'acrobate, chaque jour, entraîne ses muscles et la maîtrise de soi." (in Unité, p.3).

Obwohl auch Burle Marx sein Atelier als Laboratorium bezeichnete : „My atelier is a laboratory – has to be a laborartory. In the final analysis, all life is an ongoing experiment.“ (in, last interview, p.171), hatte seine eigene Malerei weniger Einfluss auf die formalen Prinzipien seiner Gartengestaltung. Als er 1938/39 seinen Dachgarten für das Ministerium für Bildung und Gesundheit in Rio de Janeiro mit den freien unsymmetrischen Kurven entwarf malte er noch realistische Bilder im Stil seines Lehrers und Meisters Portinari. Seine abstrakte Phase begann erst in den 40er Jahren, einige Jahre nachdem er das moderne Vokabular für seine Gärten gefunden hatte. Für dieses fand er Inspiration in der Kunst eines Picassos, Arp, Miro oder Kandinskys.

Für beide waren Architektur und Gärten Formen der Kunst, wie Malerei oder Skulptur, und sollten als solche künstlerischen Prinzipien folgten, die allen Künsten gemeinsam sind: Harmonie, Rhythmus, Überraschung, Diversität, Kohärenz, Kontrast und Massstab und Proportion. (Burle Marx, in Lectures - concepts in landscape composition, p.97 und Le Corbusier in Précisions, p.73 et 76).

Wie in der Malerei und der Skulptur geht es in der Architektur und der Gartengestaltung um Farbe, Textur, Volumen und Form und ihr Verhältnis zueinander:  „Tout est rapport” (in Précision, p.222) schreibt Le Corbusier und Burle Marx spricht über die Beziehung von einer Form zur anderen, einem Raum zum anderen, einer Textur zur anderen einer Farbe zur anderen. (in Lectures, The Garden as a Form of Art, S.118). Die Kunst braucht Prinzipien, aber Formeln müssen vermieden werden. Le Corbusier schreibt von „mépris des formules“ in, Précisions,p.222) und Burle Marx findet vorgefertigte Formeln gefährlich, da sie sterilisieren und Gewohnheiten schaffen.“ (…) formulas are always dangerous because they sterilize and create habits” (in Lectures, The Garden as a Way of Life, p.132).

Die Theorie von Le Corbusier und Burle Marx beinhaltet Wörter, die heute aus dem Diskurs über Kunst, Architektur und Landschaftsarchitektur verbannt wurden. Eines davon ist das Wort Schönheit. Die Suche nach dem Schönen war essentiel für sie. Laut Burle Marx liegt die Funktion eines Gartens in ihrer Schönheit «The function of the garden should be contained within ist beauty.» (in The garden as a form of Art, S.118) und Le Corbusier glaubt letztendlich nur an die Schönheit, die wirkliche Quelle von Freude (« Je ne crois en fin de compte qu’à la beauté, qui est la vraie source de joie. » , in Précisions, p.70). Schönheit finden sie in der richtigen Beziehung der Dinge, in der Harmonie, die uns als Betrachtende emotional berührt. (Eine Frage nebenbei: Warum dürfen wir heute nicht mehr von Schönheit sprechen?)
Laut Aussagen eines Kollegen und Freundes von Burle Marx soll dieser unablässig „Warum nicht?“ (Pourque não ?) gefragt haben. Was für andere als nicht machbar erschien, war für ihn möglich. Er liess die Dinge offen, stellte bewährte Ansätze in Frage. Auch hier ziehen wir eine Parallele zu Le Corbusier:  "Devant la tâche à accomplir, le mot de notre riposte à tous ceux, les cyniques, les indigents, les peureux, les égoïstes qui disent: Non! sera: "Pourquoi pas; pourquoi ne pas faire ça ou ainsi?" Car rien ne s'y oppose sauf l'esprit de démission!“ (Unité, p.32)

 

Schluss
Wir wollen auf die Eingangs gestellte Frage zurückkommen: wie schaffte es Burle Marx auf so verschiedenen Gebieten erfolgreich zu sein?
“Warum nicht“ beschreibt seinen Geist, der sich keine Grenzen setzte und sich vehement gegen Regeln wehrte. Er wollte sich nicht festlegen und auf ein Gebiet reduzieren lassen, sondern sich frei und spontan zwischen Kunst, Musik, Landschaftsarchitektur, Botanik und anderen Bereichen bewegen, um nach Neuem zu forschen: «It is always a search, the curiosity to encounter something that has not known before» (in last interview, p.164). Er ähnelt einem Universalkünstler der Renaissance. Wie diese hatte auch Burle Marx ein Bataillon an Assistenten und Gehilfen. Für den Unterhalt seines Hauses, Gartens und seiner Pflanzensammlung und für die Ausübung seiner künstlerischen Aktivitäten in Sítio beschäftigte er fast 100 Angestellte. Dazu kam noch die Führung seines Büro in Rio wo ein Team seine Projekte der Landschaftsarchitektur entwickelte. Der Name Burle Marx steht für ein gut organisiertes ‚Unternehmen‘. Er war der führende Kopf, der Organisator, der die Ideen ersann. Architekten, Botaniker, Kunstkritiker, Künstler und Gärtner halfen ihm seine Projekte auszuführen. Erstaunlich dabei ist die Natürlichkeit mit der er sich in verschiedenen sozialen Milieus bewegte: er umgab sich ebenso gern mit Intellektuellen wie auch mit einfachen Arbeitern.

Sein künstlerisches Talent, seine Liebe zur Natur gepaart mit seiner grossen Offenheit für Menschen unterschiedlichster Herkunft und Ausbildung erklären die Grösse seines Werkes, welches zwei der zur Zeit wichtigsten Landschaftsarchitekten, Günther Vogt und Piet Oudolf, inspiriert hat.

Fortsetzung folgt…

vorgestellt von Maren Jana Scheibner und Laurent Vuilleumier


Die Bücher:

Pietro Maria Bardi, Die tropischen Gärten von Burle Marx, 1964

Flávio Motta, Roberto Burle Marx e a nova visão da paisgem, 1983

Rossana Vaccaro, Roberto Burle Marx Landscapes Reflected, 2000

Jens Hoffmann und Claudia J. Nahson,  Roberto Burle Marx – Brazilian Modernist, 2016

Gareth Doherty, Roberto Burle Marx Lectures – Landscape as Art and Urbanism, 2018